pro + contra   /   FAQ

Ist der Heizkessel schon durchgerostet, empfehlen viele Kesselhersteller ( bzw. schreiben vor ) beim Kesselaustausch den zusätzlichen Einbau eines Wärmetauschers, um den Kessel vor künftiger Korrosion zu schützen.
Ist dies sinnvoll ?
  Vollkommen sinnlos, da das eigentliche Problem nur auf die anderen Stahlteile der Anlage verschoben wird- wie Steigstränge und Stahlverteiler. Da dort logischerweise ein geringerer Stahlanteil ist, wird weitere Korrosion begünstigt und beschleunigt. Kurz gesagt: diese Ausführung ist Gift für die Anlage. Dies kann nur als Versuch des Herstellers gewertet werden, künftigen Korrosionsproblemen aus dem Weg zu gehen. Er will nur seinen Kessel schützen, wobei er an einer richtigen Problemlösung nicht interessiert ist.

Mein Heizungsbauer hat mir einen neuen Brennwert-Wandkessel eingebaut. Jetzt sagt er auf einmal, dass der Hersteller bei Fußbodenheizung mit Kunststoffrohren unbedingt den Einbau eines Wärmetauschers fordert, um den Aluminium-Silizium Wärmetauscherblock im Heizgerät zu schützen.
Stimmt das ?



WT = Wärmetauscher
  Tja, da hat er recht. Leider kommen die Hersteller nur Schrittweise mit Informationen aus ihrem Schneckenhaus. Fakt ist, dass Aluminium Probleme bekommt bei pH-Werten > 8,2. Aluminiumkorrosion wird beschleunigt, der komplette Block hat nur eine eingeschränkte Lebensdauer.
Lösung: unbedingt WT einbauen. Sollte jedoch sich dann im getrennten Fbh-Kreis (sekundär) noch korrosionsfähiges Material befinden, ist unbedingt zusätzlicher Korrosionsschutz für den Sekundärkreis erforderlich.

Ich habe eine Fußbodenheizung mit Kunststoffrohren. Als die ersten Betriebsunterbrechungen durch Verschlammung festgestellt wurden, riet mir der Heizungsfachmann zum Einbau einer Systemtrennung mittels Wärmetauscher.
Ist diese teure Investition gesichert ?
  Eindeutig NEIN, solange sich nach dem Wärmetauscher auf der Fußbodenseite noch korrosionsfähiges Material befindet wie z.B. Zuleitungsrohre aus Eisen, Pumpengehäuse aus Grauguß, normale Ausdehnungsgefäße oder Fußbodenheizungsverteiler aus Stahl. Die Sekundärseite (Fußbodenheizungsseite nach dem Wärmetauscher) darf nur aus nicht korrosivem Material bestehen. Wo dies nicht möglich ist, wird der Eisenanteil in kürzester Zeit durch Korrosion zerstört werden.

Ich habe mir nachträglich zur Trennung meiner Fußbodenheizung vom Kesselkreis einen Wärmetauscher einbauen lassen. Die sekundärseitige Verrohrung besteht aus Kupfer, Messing und den Kunststoffrohren. Der Heizungsfachmann versicherte mir, daß nun nichts mehr schiefgehen könne.
Nach der ersten Heizperiode blieb die Pumpe in unregelmäßigen Abständen stehen und ließ sich letzendlich nicht mehr bewegen. Beim Ausbau wurde als Ursache eine weiße, klebrige Masse um den Rotor festgestellt. Was ist das ?
  Dieses Phänomen wurde schon des öfteren beobachtet und hängt vermutlich mit der Wasserqualität zusammen. Es handelt sich hier um Schleimbakterien, die sich in der Umwälzpumpe um den Rotor verfangen und durch die Hitze zu einer klebrigen Masse verklumpen. Abhilfe schaffte hier bisher eine Alkalisierung (pH-Wert Erhöhung) des Heizwassers.

Bei mir wurde ein Wärmetauscher eingebaut, jedoch habe ich im getrennten Fbh-Kreis immer noch Korrosionserscheinungen. Wie kann das sein ?   Wenn Wärmetauscher eingesetzt wird, müssen 2 grundlegende Bedingungen zutreffen:
1. sind noch korrosive Teile im Heizkreis vorhanden, muss unbedingt Korrosionsschutz eingebaut werden.
2. Rohre und Verteiler sind korrosionsfrei. Dann passieren meistens noch folgende Fehler:
   a: Umwälzpumpe mit Rotguß , oder Edelstahl-Gehäuse
   b: MAG - Ausdehnungsgefäß darf im wasserführenden Teil nicht mit dem Gehäuse in Verbindung kommen. Hier gibt es handelsübliche Lösungen.

Ja wenn ich das alles richtig verstanden habe, möchte ich doch lieber nicht. Welche Alternativen gibt es in diesem Bereich ?   Grundsätzlich gilt, dass Wärmetauscher eingesetzt werden können - aber wenn, dann nur richtig !
Chemie scheidet als Alternative aus, sodass hier nur ein kathodischer Korrosionsschutz für die Gesamtinstallation zu empfehlen ist. Anschaffung, Einbau und Wartungsaufwand amortisieren sich mit dem Werterhalt der Heizungsanlage.

Bitte zeigen Sie mir Lösungen auf, die die Anlagenprobleme in der Griff bekommen und meine Heizung langfristig schützen.   Um Ihnen von Grund auf helfen zu können, benötigen wir folgende Informationen:
1. Eine Skizze der Heizungsanlage mit allen Regelungs-/Heizgruppen.
2. Eine Wasserprobe ( 0,5 l ). Wir führen dann eine Wasseranalyse durch, um Rückschlüsse auf die Korrosionsart zu bekommen. Auf Wunsch führen wir diese Analyse auch vor Ort durch.
Wir werden In Zusammenarbeit mit Ihrer Heizungsfachfirma Lösungsvorschläge erarbeiten. Ihre Heizungsfachfirma wird Ihnen dann ein Angebot unterbreiten.

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